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Das Testament Sebulons

Testamente der zwölf Patriarchen — ein eigenständiges Werk

Vollständig vorliegend: autorbezogener Band der Sammlung. Die zwölf Patriarchen sind zwölf eigenständige Werke, jedes für sich (Davids Entscheidung, 2026-10-17).

DAS TESTAMENT SEBULONS, DES SECHSTEN SOHNES JAKOBS UND LEAS.

— Linke Spalte (Sebulon Kap. 1–3, Kap. 4, V. 1–6 mitten im Satz) —

Kapitel 1

1 1 Die Abschrift der Worte Sebulons, die er seinen Söhnen auftrug, bevor er starb, im 2 zweihundertvierzehnten Jahr seines Lebens, zwei Jahre nach dem Tod Josephs. Und er sprach zu ihnen: 3 Hört auf mich, ihr Söhne Sebulons, achtet auf die Worte eures Vaters. Ich, Sebulon, wurde als ein gutes Geschenk für meine Eltern geboren. Denn als ich geboren wurde, wurde mein Vater sehr überaus vermehrt, sowohl an Herden 4 als auch an Viehherden, als er mit den gesprenkelten Ruten seinen Anteil hatte. Ich bin mir nicht bewusst, dass ich gesündigt habe 5 alle meine Tage, außer in Gedanken. Noch erinnere ich mich, dass ich irgendeine Ungerechtigkeit getan habe, außer die Sünde der Unwissenheit, die ich gegen Joseph beging; denn ich verband mich mit meinen Brüdern, meinem Vater nicht zu sagen, was getan worden war. Aber ich weinte viele Tage im Geheimen wegen Josephs, denn ich fürchtete meine Brüder, weil sie alle übereingekommen waren, dass, wenn irgendeiner das Geheimnis kundtun sollte, er erschlagen werden sollte. 7 Aber als sie wünschten, ihn zu töten, beschwor ich sie sehr mit Tränen, dieser Sünde nicht schuldig zu werden.

2 1, 2 Denn Simeon und Gad kamen gegen Joseph, ihn zu töten, und er sprach mit Tränen zu ihnen: Erbarmt euch meiner, meine Brüder, habt Mitleid mit den Eingeweiden Jakobs, unseres Vaters; legt eure Hände nicht auf mich, 3 unschuldiges Blut zu vergießen, denn ich habe nicht gegen euch gesündigt. Und wenn ich in der Tat gesündigt habe, züchtigt mich mit Züchtigung, meine Brüder, aber legt eure Hand nicht auf mich, um Jakobs willen, unseres 4 Vaters. Und als er diese Worte sprach und dabei klagte, konnte ich seine Wehklagen nicht ertragen und begann zu weinen, und meine Leber wurde ausgeschüttet, und die ganze Substanz meiner Eingeweide wurde gelöst, 5 und mein Herz ertönte, und die Gelenke meines Leibes zitterten, und ich war 6 nicht imstande zu stehen. Und als Joseph mich mit ihm weinen sah und sie gegen ihn 7 herankommen, ihn zu erschlagen, floh er hinter mich und flehte sie an. Aber inzwischen erhob sich Ruben und sprach: Kommt, meine Brüder, lasst uns ihn nicht erschlagen, sondern lasst uns ihn in eine dieser trockenen Gruben werfen, die unsere Väter gruben 8 und kein Wasser fanden. Denn deswegen verbot Jahwe, dass Wasser in ihnen aufsteigen sollte, damit Joseph bewahrt werden sollte. Und sie taten so, bis sie ihn an die Ismaeliter verkauften.

3 1, 2 Denn an seinem Preis hatte ich keinen Anteil, meine Kinder. Aber Simeon und Gad und sechs andere unserer Brüder nahmen den Preis Josephs und kauften Sandalen für sich, ihre Frauen und ihre Kinder, 3 und sprachen: Wir werden nicht davon essen, denn es ist der Preis vom Blut unseres Bruders, aber wir werden ihn gewiss mit Füßen treten, weil er sagte, er würde König über uns sein, und so lasst uns sehen, was aus 4 seinen Träumen werden wird. Darum steht es in der Schrift des Gesetzes Moses geschrieben, dass, wer immer seinem Bruder keinen Samen aufstehen lassen will, seine Sandale gelöst werden sollte und sie in sein Angesicht spucken sollten. Und die Brüder Josephs wünschten nicht, dass ihr Bruder leben sollte, und Jahwe löste von ihnen die 6 Sandale, die sie gegen Joseph, ihren Bruder, trugen. Denn als sie nach Ägypten kamen, wurden sie von Josephs Dienern außerhalb des Tores gelöst, und so erwiesen sie Joseph Ehrenbezeugung nach der 7 Weise Pharaos, des Königs. Und nicht nur erwiesen sie ihm Ehrenbezeugung, sondern wurden auch bespuckt, 8 sogleich vor ihm niederfallend, und so wurden sie vor den Ägyptern beschämt. Denn nach diesem hörten die Ägypter alle Übel, die sie Joseph angetan hatten.

Kapitel 4

4 1 Und nachdem er verkauft worden war, setzten sich meine Brüder nieder, 2 zu essen und zu trinken. Aber ich aß aus Mitleid mit Joseph nicht, sondern bewachte die Grube, da Juda fürchtete, Simeon, Dan und Gad könnten eilig 3 weggehen und ihn erschlagen. Als sie aber sahen, dass ich nicht aß, setzten sie mich ein, ihn zu bewachen, bis er an 5 die Ismaeliter verkauft wurde. Und als Ruben kam und hörte, dass (Joseph), während er weg war, verkauft worden war, zerriss er seine Gewänder (und) trauerte und sprach: Wie soll ich auf das Angesicht meines Vaters 6 Jakob blicken? Und er nahm das Geld und lief den Kaufleuten nach, aber als es ihm nicht gelang, [setzt sich in der rechten Spalte fort:] sie zu finden, kehrte er trauernd zurück.

— Rechte Spalte (Sebulon 4,6 Forts., Kap. 5–7, Kap. 8, V. 1–5 mitten im Satz) —

Aber die Kaufleute hatten die breite Straße verlassen und marschierten auf einer Abkürzung durch die Troglodyten. 7 Aber Ruben trauerte und aß an jenem Tag keine Speise. Dan kam darum zu ihm und sprach: 8, 9 Weine nicht, noch trauere; denn wir haben gefunden, was wir unserem Vater Jakob sagen können. Lasst uns ein 10 Böcklein der Ziegen erschlagen und Josephs Rock darin tauchen; und lasst es uns Jakob senden und sprechen: Erkenne, ist 11 dies der Rock deines Sohnes? Und sie taten so. Denn sie zogen Joseph seinen Rock aus, als sie ihn verkauften, und legten ihm das Gewand eines Sklaven an. Nun nahm Simeon den Rock und wollte ihn nicht hergeben, denn er wünschte, ihn mit seinem Schwert zu zerreißen, da er zornig war, dass Joseph lebte und dass 12 er ihn nicht erschlagen hatte. Da erhoben wir uns alle und sprachen zu ihm: Wenn du den Rock nicht 13 hergibst, werden wir unserem Vater sagen, dass du allein diese böse Sache in Israel getan hast. Und so gab er ihn ihnen, und sie taten gerade, wie Dan gesagt hatte.

Kapitel 5

5 1 Und nun, meine Kinder, gebiete ich euch, die Befehle Jahwes zu halten und euren Nachbarn Barmherzigkeit zu zeigen und Mitleid gegen alle zu haben, nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen Tiere. 2 Denn um all dieser Sache willen segnete Jahwe mich, und als alle meine Brüder krank waren, entkam ich ohne 3 Krankheit, denn Jahwe kennt die Absichten eines jeden. Habt darum Mitleid in euren Herzen, meine Kinder, denn geradeso, wie ein Mensch seinem Nachbarn tut, so wird auch Jahwe ihm tun. 4 Denn die Söhne meiner Brüder wurden krank und starben wegen Josephs, weil sie 5 in ihren Herzen keine Barmherzigkeit zeigten; aber meine Söhne wurden ohne Krankheit bewahrt, wie ihr wisst. Und als ich im Land Kanaan an der Meeresküste war, machte ich einen Fischfang für Jakob, meinen Vater; und als viele im Meer erstickten, blieb ich unversehrt.

Kapitel 6

6 1 Ich war der erste, der ein Boot machte, auf dem Meer zu segeln, denn Jahwe gab mir Verständnis und 2 Weisheit darin. Und ich ließ ein Ruder hinter ihm hinab und streckte ein Segel auf einem anderen aufrechten 3 Stück Holz in der Mitte aus. Und ich segelte darin die Küsten entlang und fing Fisch für das Haus meines Vaters, bis wir nach Ägypten kamen. 4, 5 [Und aus Mitleid teilte ich meinen Fang mit jedem Fremden.) Und wenn ein Mensch ein Fremder oder krank oder alt war, kochte ich den Fisch und bereitete ihn gut zu und bot ihn allen Menschen an, wie jeder Mensch 6 es brauchte, mit ihnen trauernd und Mitleid mit ihnen habend. Weswegen auch Jahwe mich mit Fülle an Fisch zufriedenstellte, wenn ich Fisch fing; denn wer mit seinem Nachbarn teilt, empfängt vielfach 7 mehr von Jahwe.) Fünf Jahre lang fing ich Fisch [und gab das Licht [guter Werke] jedem Menschen, den ich sah, 8 und genügte für das ganze Haus meines Vaters]. Und im Sommer fing ich Fisch, und im Winter hütete ich Schafe mit meinen Brüdern.

Hinweis: Die vollständige Übersetzung dieses Buches ist in Vorbereitung. Der obige Anfangsteil erscheint auf Deutsch; der folgende Text setzt sich auf Englisch fort, wie er in der englischen Ausgabe vorliegt, bis die vollständige Übersetzung bereit ist.

Kapitel 7

7 1 [Now I will declare unto you what I did. I saw a man in distress through nakedness in winter time, and had compassion upon him, and stole away a garment secretly from my father's house, and 2 gave it to him who was in distress. Do you, therefore, my children, from that which Yahweh bestoweth upon you, show compassion and mercy without hesitation to all men, and give to every man with 3 a good heart. And if ye have not the wherewithal to give to him that needeth, have compassion for 4 him in bowels of mercy. I know that my hand found not the wherewithal to give to him that needed, and I walked with him weeping for seven furlongs, and my bowels yearned towards him in compassion.

Kapitel 8

8 1 Have, therefore, yourselves also, my children, compassion towards every man with mercy, that the 2 Yahweh also may have compassion and mercy upon you. Because also in the last days Yahweh will send 3 His compassion on the earth, and wheresoever He findeth bowels of mercy He dwelleth in him. For in the degree in which a man hath compassion upon his neighbours, in the same degree hath the 4, 5 Yahweh also upon him.] And when we went down into Egypt, Joseph bore no malice against us. To whom taking heed, do ye also, my children, approve yourselves [continues on p. 509:]

[Unusual layout: the conclusion of Zebulun (8 cont., 9, 10) occupies the LEFT column; the Testament of Dan heading and Dan 1-4 (partial) occupy the RIGHT column.]

-- Left column (Zebulun 8 cont., chs. 9-10 complete) --

without malice, and love one another, and do not set down in account, each one of you, evil against his brother. For this breaketh unity and divideth all kindred, and troubleth the soul, and weareth away the countenance.

Kapitel 9

9 1 Observe, therefore, the waters, and know when they flow together, they sweep along stones, trees, 2 earth, and other things. But if they are divided into many streams, the earth swalloweth them up, 3, 4 and they vanish away. So shall ye also be if ye be divided. Be not ye, therefore, divided into two heads, for everything which the Yahweh made hath but one head, and two shoulders, two 5 hands, two feet, and all the remaining members. For I have learnt in the writing of my fathers, that Ye shall be divided in Israel, And ye shall follow two kings, And shall work every abomination. 6 And your enemies shall lead you captive, And ye shall be evil entreated among the Gentiles, With many infirmities and tribulations. 7 And thereafter shall ye remember the Yahweh, and repent, [And He shall cause you to return; For He is merciful and compassionate.] And He setteth not down in account evil to the sons of men, because they are 8 flesh, and the spirits of deceit deceive them in all their deeds. And after these things there shall arise unto you Yeshua Himself, the light of righteousness, [And healing and compassion shall be in His wings. He shall redeem all the captivity of the sons of men from Beliar; And every spirit of deceit shall be trodden down] And he shall bring back all the Gentiles into zeal for Him. And ye shall return unto your land. And ye shall see Him in Jerusalem, for His name's sake. 9 And again through the wickedness of your works shall ye provoke Him to anger, And ye shall be cast away by Him unto the time of consummation.

Kapitel 10

10 1 And now, my children, grieve not that I am dying, nor be cast down in that I am coming to my 2 end. For I shall rise again in the midst of you, as a ruler in the midst of his sons; and I shall rejoice in the midst of my tribe, as many as shall keep the law of the Yahweh, and the commandments 3 of Zebulun their father. But upon the ungodly shall the Yahweh bring eternal fire, and destroy them 4, 5 throughout all generations. But I am now hastening away to my rest, as did also my fathers. But 6 do ye fear the Yahweh our Yahweh with all your strength all the days of your life. And when he had 7 said these things he fell asleep, at a good old age. And his sons laid him in a wooden coffin. And afterwards they carried him up and buried him in Hebron, with his fathers.

-- Right column --