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Das Testament Rubens

Testamente der zwölf Patriarchen — ein eigenständiges Werk

Vollständig vorliegend: autorbezogener Band der Sammlung. Die zwölf Patriarchen sind zwölf eigenständige Werke, jedes für sich (Davids Entscheidung, 2026-10-17).

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DAS TESTAMENT RUBENS, DES ERSTGEBORENEN SOHNES JAKOBS UND LEAS

Kapitel 1

1 1 Die Abschrift des Testaments Rubens, nämlich die Befehle, die er seinen Söhnen gab, bevor er 2 starb, im hundertfünfundzwanzigsten Jahr seines Lebens. Zwei Jahre nach dem Tod Josephs, seines 3 Bruders, als Ruben krank wurde, wurden die Söhne seiner Söhne versammelt, ihn zu besuchen. Und 4 er sprach zu ihnen: Meine Kinder, siehe, ich sterbe und gehe den Weg meiner Väter. Und da er dort Juda und Gad und Ascher, seine Brüder, sah, sprach er zu ihnen: Richtet mich auf, damit 5 ich meinen Brüdern und meinen Kindern sagen kann, welche Dinge ich in meinem Herzen verborgen habe, denn siehe, ich vergehe jetzt endlich. 5 Und er erhob sich und küsste sie und sprach zu ihnen: Hört, meine Brüder, und 6 gebt ihr, meine Kinder, Ruben, eurem Vater, Gehör in den Befehlen, die ich euch gebe. Und siehe, ich rufe heute Jahwe des Himmels als Zeugen gegen euch an, dass ihr nicht in den Sünden der 7 Jugend und der Unzucht wandelt, in denen ich ausgeschüttet wurde und das Bett meines Vaters Jakob befleckte. Und ich sage euch, dass er mich sieben Monate lang mit einer schweren Plage an meinen Lenden schlug; und hätte nicht mein Vater 8 Jakob für mich zu Jahwe gebetet, so hätte Jahwe mich zerstört. Denn ich war dreißig Jahre alt, 9 als ich die böse Sache vor Jahwe tat, und sieben Monate lang war ich krank bis zum Tod. Und 10 danach bereute ich mit festem Vorsatz meiner Seele sieben Jahre lang vor Jahwe. Und Wein und starkes Getränk trank ich nicht, und Fleisch kam nicht in meinen Mund, und ich aß keine angenehme Speise; sondern ich trauerte über meine Sünde, denn sie war groß, wie sie in Israel nicht gewesen war.

Kapitel 2

2 1 Und nun hört mich, meine Kinder, welche Dinge ich über die sieben Geister der Täuschung sah, als 2 ich bereute. Sieben Geister sind darum gegen den Menschen bestimmt, und sie sind die Anführer in den Werken 3 der Jugend. [Und sieben andere Geister werden ihm bei seiner Erschaffung gegeben, damit durch sie 4 jedes Werk des Menschen getan werden sollte.] Der erste ist der Geist des Lebens, mit dem die Beschaffenheit (des Menschen) 5 erschaffen wird. Der zweite ist der Sinn des Sehens, mit dem die Begierde entsteht. Der dritte ist der Sinn des Hörens, mit dem die Lehre kommt. Der vierte ist der Sinn des Riechens, mit dem Geschmäcker gegeben werden 6, 7, Luft und Atem einzuziehen. Der fünfte ist die Kraft der Rede, mit der die Erkenntnis kommt. Der sechste ist der Sinn des Geschmacks, mit dem das Essen von Fleisch und Getränken kommt; und durch ihn wird Stärke 8 hervorgebracht, denn in der Speise ist die Grundlage der Stärke. Der siebte ist die Kraft der Zeugung und 9 des Geschlechtsverkehrs, mit der durch die Liebe zum Vergnügen Sünden hereinkommen. Darum ist er der letzte in der Reihenfolge der Erschaffung und der erste in der der Jugend, weil er mit Unwissenheit gefüllt ist und den Jüngling wie einen Blinden in eine Grube und wie ein Tier zu einem Abgrund führt.

Kapitel 3

3 1 Außer all diesen gibt es einen achten Geist des Schlafes, mit dem die Trance der 2 3 Natur und das Bild des Todes herbeigeführt wird. Mit diesen Geistern sind die Geister des Irrtums vermischt. 1 Zuerst sitzt der Geist der Unzucht in der Natur und in den Sinnen; der zweite, der Geist der Unersättlichkeit, 4 im Bauch; der dritte, der Geist des Kämpfens, in der Leber und der Galle. Der vierte ist der Geist der 5 Gefälligkeit und der Hinterlist, damit man durch dienstfertige Aufmerksamkeit im Anschein gerecht sein möge. Der fünfte ist der Geist des Stolzes, damit man prahlerisch und arrogant sei. Der sechste ist der Geist des Lügens, 6 in Verderben und Eifersucht, Betrügereien zu üben und Verheimlichungen vor Verwandten und Freunden. Der siebte ist der

Geist der Ungerechtigkeit, mit dem Diebstähle und Räubereien sind, damit ein Mensch die Begierde seines Herzens erfüllen möge; denn die Ungerechtigkeit wirkt mit den anderen Geistern zusammen durch das Nehmen von Gaben. 7, 8 Und mit all diesen ist der Geist des Schlafes verbunden, der (der) des Irrtums und der Phantasie ist.] Und so vergeht jeder junge Mann, indem er seinen Sinn vor der Wahrheit verdunkelt und das Gesetz Jahwes nicht versteht noch den Ermahnungen seiner Väter gehorcht, wie es auch mir in meiner Jugend widerfuhr. Und nun, meine Kinder, liebt die Wahrheit, und sie wird euch bewahren: Hört die Worte Rubens, eures Vaters. 10 Gebt nicht Acht auf das Angesicht einer Frau, noch geht mit der Frau eines anderen Mannes um. Ihr mischt euch in die Angelegenheiten des Frauenvolkes. 11 Denn hätte ich Bilha nicht an einem bedeckten Ort baden gesehen, so wäre ich nicht in diese große Ungerechtigkeit gefallen. 12 Denn da mein Sinn den Gedanken an die Blöße der Frau aufnahm, litt er mich nicht zu schlafen, bis ich 13 die abscheuliche Sache getan hatte. Denn während Jakob, unser Vater, zu Isaak, seinem Vater, gegangen war, als wir in Eder waren, nahe bei Efrat in Bethlehem, wurde Bilha betrunken und schlief unbedeckt in ihrer 14 Kammer. Da ich nun hineingegangen war und die Blöße erblickt hatte, tat ich die Gottlosigkeit, ohne dass sie es 15 wahrnahm, und ließ sie schlafend zurück und ging weg. Und sogleich offenbarte ein Engel Jahwes meinem Vater meine Gottlosigkeit, und er kam und trauerte über mich und berührte sie nicht mehr.

Kapitel 4

4 1 Gebt darum nicht Acht, meine Kinder, auf die Schönheit der Frauen, noch richtet euren Sinn auf ihre Angelegenheiten; sondern wandelt in Einfalt des Herzens in der Furcht Jahwes und wendet Arbeit auf gute Werke und auf das Studium und auf eure Herden, bis Jahwe euch eine Frau gebe, die er will, damit ihr nicht leidet, wie ich es tat. 2 Denn bis zum Tod meines Vaters hatte ich nicht den Mut, in sein Angesicht zu blicken oder mit einem meiner Brüder zu sprechen, 3 wegen des Vorwurfs. Selbst bis jetzt verursacht mir mein Gewissen Pein wegen meiner 4 Gottlosigkeit. Und doch tröstete mein Vater mich sehr und betete für mich zu Jahwe, dass der Zorn Jahwes von mir weichen möge, wie Jahwe es zeigte. Und seitdem bis jetzt bin ich 5 auf meiner Hut gewesen und habe nicht gesündigt. Darum, meine Kinder, sage ich euch: Beobachtet alle Dinge, 6 was immer ich euch befehle, und ihr werdet nicht sündigen. Denn eine Grube für die Seele ist die Sünde der Unzucht, die sie von Jahwe trennt und sie nahe zu den Götzen bringt, weil sie den Sinn und das Verständnis täuscht 7 und junge Männer vor ihrer Zeit in den Hades führt. Denn viele hat die Unzucht zerstört; denn ob ein Mensch alt oder edel oder reich oder arm sei, er bringt Schande 8 auf sich bei den Söhnen der Menschen und Spott bei Beliar. Denn ihr habt von Joseph gehört, wie er sich vor einer Frau bewahrte und seine Gedanken von aller Unzucht reinigte und Gunst fand 9 vor dem Angesicht Jahwes und der Menschen. Denn die ägyptische Frau tat ihm viele Dinge an und beschwor 10 Magier herbei und bot ihm Liebestränke an, aber der Vorsatz seiner Seele ließ keine böse Begierde zu. Darum 11 errettete Jahwe eurer Väter ihn aus jedem bösen (und) verborgenen Tod. Denn wenn die Unzucht euren Sinn nicht überwindet, kann auch Beliar euch nicht überwinden.

Hinweis: Die vollständige Übersetzung dieses Buches ist in Vorbereitung. Der obige Anfangsteil erscheint auf Deutsch; der folgende Text setzt sich auf Englisch fort, wie er in der englischen Ausgabe vorliegt, bis die vollständige Übersetzung bereit ist.

Kapitel 5

5 1 For evil are women, my children; and since they have no power or strength over man, they use 2 wiles by outward attractions, that they may draw him to themselves. And whom they cannot 3 bewitch by outward attraction, him they overcome by craft. For moreover, concerning them, the angel of the Yahweh told me, and taught me, that women are overcome by the spirit of fornication more than men, and in their heart they plot against men; and by means of their adornment they deceive first their minds, and by the glance of the eye instill the poison, and then through the accomplished 4 act they take them captive. For a woman cannot force a man openly, but by a harlot's 5 bearing she beguiles him. Flee, therefore, fornication, my children, and command your wives and your daughters, that they adorn not their heads and faces to deceive the mind: because every woman 6 who useth these wiles hath been reserved for eternal punishment. For thus they allured the Watchers who were before the flood; for as these continually beheld them, they lusted after them, and they conceived the act in their mind; for they changed themselves into the shape of men, and 7 appeared to them when they were with their husbands. And the women lusting in their minds after their forms, gave birth to giants, for the Watchers appeared to them as reaching even unto heaven.

Kapitel 6

6 1 Beware, therefore, of fornication; and if you wish to be pure in mind, guard your senses from every 2 woman. And command the women likewise not to associate with men, that they also may be pure in mind. For constant meetings, even though the ungodly deed 3 be not wrought, are to them an 4 irremediable disease, and to us a destruction of Beliar and an eternal reproach. For in fornication 5 there is neither understanding nor godliness, and all jealousy dwelleth therein. Therefore, then I say unto you, ye will be jealous one against the sons of Levi, and will seek to be exalted 6 over them; but ye shall not be able. For Yahweh will avenge them, and ye shall die by an evil death. 7 For to Levi Yahweh gave the sovereignty [and to Judah with him and to me also, and to Dan and 8 Joseph], that we should be for rulers: Therefore I command you to hearken to Levi, because he shall know the law of the Yahweh, and shall give ordinances for judgement and shall sacrifice for all Israel until the consummation of the times, as the anointed High Priest, of whom the Yahweh spake, 9 I adjure you by the Yahweh of heaven to do truth each one unto his neighbour and to entertain love 10 each one for his brother. And draw ye near to Levi in humbleness of heart, that ye may receive 11 a blessing from his mouth. For he shall bless Israel and Judah, because him hath the Yahweh chosen to 12 be king over all the nation. And bow down before his seed, for on our behalf it will die in wars visible and invisible, and will be among you an eternal king.

7 1, 2 And Reuben died, having given these commands to his sons. And they placed him in a coffin until they carried him up from Egypt, and buried him in Hebron in the cave where his father was.